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Horst

Wenn man mich fragt, welche Eindrücke ich aus Bosnien mitgenommen habe, dann gibt es für mich zwei Arten zu antworten.

Für einen Teilnehmer einer Gruppenfahrt, die sich als politisch versteht, stellt sich die Frage nach den Sinn von Kampfeinsätzen und der daraus folgenden, dauerhaften Militärpräsenz. Ich finde, man kann nicht einfach zuschauen, und zum Wegschauen ist die Welt mittlerweile zu klein. Aber wie soll es weitergehen? Irgendwann müssen die Menschen ihre Probleme selbst lösen, ohne Einfluß oder Druck von außen. Anders kann ich mir eine Lösung, die auf längere Sicht bestand haben soll, nicht vorstellen. Hier gibt es jedoch noch viele Fragen, die sich an die erste anschließen.

Für einen Teilnehmer, der sich selbst fragt, was er für sich persönlich mitnimmt, kommt vielleicht die Einsicht, daß er genauso ein Mensch ist wie die, die wir dort getroffen haben. Ich weiß nur, daß ich in einem reichen Land lebe, in denen die meisten Konflikte friedlich gelöst werden. Ich habe wieder gemerkt, daß ich dieses Leben nicht vermissen mag und froh bin, in Deutschland zu leben - aber auch, daß es nicht selbstverständlich oder natürlich ist, so wie wir leben.

Daran möchte auch in Zukunft arbeiten. Wenn ich etwas aus Bosnien für mich mitgenommen habe, dann diese Erfahrung.